Verhütungsmethoden, die keine sind

Es kommt immer wieder vor, dass junge Paare Verhütungsmethoden praktizieren, die eigentlich viel zu unsicher sind, um damit eine Schwangerschaft auf die Dauer wirklich zu verhindern. Die bekannteste Methode ist wohl der sogenannte „Coitus interruptus“ (lateinisch: „unterbrochener Höhepunkt“) oder in der Umgangssprache „aufpassen“ oder „Rückzieher“. Damit ist gemeint, dass der Mann seinen Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zieht, damit kein Sperma in die Scheide hinein gelangt. Da jedoch schon vor dem Samenerguss eine Art Sperma aus dem Penis austritt und der Samenerguss gerade bei jungen Männern sehr plötzlich und unerwartet auftreten kann, ist dies als Verhütungsmethode viel zu unsicher (Pearl-Index = 40)! Abgesehen davon kann der abrupte Rückzieher auch die erotische Stimmung beim Sex unterbrechen. Am besten lasst ihr dies also einfach sein und besorgt euch ein richtiges Verhütungsmittel.

Auch alle Verhütungsmethoden, die auf Berechnungen des weiblichen Zyklus beruhen, sind für junge Frauen, die sicher noch kein Kind möchten, viel zu unsicher! Diese Methoden sind eher später geeignet, wenn eine Frau gerne ein Kind möchte und über ihre fruchtbaren Zeiten Bescheid wissen möchte. 

Lust und Frust
Fachstelle für Sexualpädagogik und Beratung
Langstrasse 21, 8004 Zürich


044 413 46 50

info@lustundfrust.ch

Ein Angebot der Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich